Mein Interesse an der Interdisziplinären System-Bildung

„Für das berufliche Kompetenztraining in Führungskreisen galten bislang sehr kybernetische Methodiken und klar definierte Skills, also messbare Verhaltensziele als erfolgreiche Bildungsstrategie. Wir wollen in dieser GRUNDTVIG Lernpartnerschaft für unser Unternehmen untersuchen, ob die Interdisziplinäre Systembildung einen neuen Blickwinkel für die Entwicklungsarbeit mit Führungskräften bieten kann. Dieser Verdacht liegt nahe, weil Managerinnen und Manager tagtäglich Systembildner sein müssen, Weltgestaltung als ihre Aufgabe sehen, konkrete Utopiebildung dringend brauchen und – im Idealfall – auch handfeste Eigenmotivation für das forschende Tätigsein in unbekanntem Terrain mitbringen.“

Mario Nantscheff (52)

Inhaber und Senior Consultant Mario Nantscheff Managementberatung und Weiterbildung Bertrimoutier, Frankreichmario1

Das selbsttätige Lernen habe ich zu fürchten, es kann den Pädagogen überflüssig machen.  Dazu ist es auch noch die intensivste Form des Lernens, mit der größten Motivation der Lernenden und der erfolgreichste Weg irgendetwas zu lernen. Wenn es einen Weg gibt, auf dem ich als Pädagoge den wirksamen Anstoß zum selbsttätigen Lernen geben kann, dann möchte ich ihn kennen und beschreiten.
Daher interessiere ich mich für die Interdisziplinäre System-Bildung.

Roland Oesker,
Maler, Bildhauer, Kunst- und Werkpädagoge
Dozent an der Akademie Remscheidroland1

Interdisziplinäre System-Bildung“

Aus  meiner alten Wohngemeinschaft der 70er Jahre bleibt mir eine Postkarte unvergesslich, die lange an der PIN-Wand hing: „Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann“. Der Ansatz, dass  interdisziplinäres Denken und Handeln auch durch eine Person möglich ist, gefällt mir. Mich interessieren die Grenzen. Professionelles Handeln erfordert den Einsatz von Experten. Systemisches Denken ist heute „Stand der Dinge“. Aber selbst Systeme zu bilden, bei aller Liebe zu Pippi – muss ich wohl lernen. Lehrer(innen) wären nicht unbedingt von Übel !

Karl Lichtenberg

Karl Lichtenberg

Man hat einen Klang in sich, den niemand hoert und ploetzlich ist er da.

Ech hun en Toun a mir, deen keen Mensch héieren kann, ebemol ass en do.

J‘ ai un son en moi, personne ne peut l‘ entendre, mais soudain il est présent.

Man har et lyd i sig selv, den ingen som ikke blive hørt af nogen og pludslig er den der.   barbara1

Barbara Feldhoff

Rhythmikerin – „Les Tournesols“

(Luxembourg)

Dieses Projekt wird von der Europäischen Kommission, Generaldirektion Bildung und Kultur unterstützt.logoeu3

Die Begleitung von Kindern als Welterkunder hat mich in meiner Arbeit langsam zur eigenen  Forscherin und Entdeckerin meiner Welt reifen lassen.

Die Suche nach individuellem Ausdruck für dieses forschende Lernen, habe ich dann in der Bewegung gefunden.

Somit entwickelte sich in mir der Wunsch, mich immer intensiver mit dem Thema Bewegung zu beschäftigen.
Bewegung „als Mittel“ die Welt zu entdecken.

Die Teilnahme an diesem Projekt gefällt mir sehr, da das  Projekt für mich jetzt schon eine aussergewöhnliche Geschichte hat:

Sieben Leute aus vier verschiedenen Ländern, die in unterschiedlichen Berufsfeldern zu Hause sind, versuchen ein Handwerk zu lernen.

Es entsteht so  ein gemeinsames Werkzeug für den jeweiligen Fachbereich:
Die interdisziplin‰re Systembildung mit ihren 6 Tätigkeitsfeldern.

Unsere Treffen, die dazu dienen, die jeweiligen Arbeitsfelder vorzustellen, um uns dann mit Phänomenen, Begriffen und den 6 Tätigkeitsfeldern auseinanderzusetzen, sind äusserst spannend.

Nach jedem Treffen, denke ich: „Heureka ,ich hab’s gefunden!“ aber dann ist die Einsicht  doch wieder nicht so klar und ich forsche weiter.

Doch jede weitere Annäherung an die interdisziplinäre System Bildung ist fruchtbar und belebt die Haltung gegenüber meiner Arbeit stets auf’s Neue.

Carole Moris „Les Tournesols“ – Luxembourg carol3

foto-am-21-04-2010-um-1529-2Markus Herschbach: Mein Interesse an der interdisziplinären System-Bildung liegt in meiner künstlerischen und kunstpädogischen Praxis. In diesem Spannungsfeld zwischen Kunst und Pädagogik ist ein interdisziplinäres Arbeiten im Bereich des Entdeckens, Erforschens, des Erkundens von Neuem und der Realisation von Zukünftigem , alltägliche Praxis. Die interdisziplinäre System-Bildung entwickelt hier einen Bildungsbegriff und einen Erkenntnisweg der als mathetische Theorie für eine kunstpädagogische Praxis  zukunftweisend sein kann. Zu dieser Fragestellung plane ich zur Zeit ein Forschungsvorhaben am Institut für Ästhetisch-kulturelle Bildung im Fach Kunst an der Universität Flensburg bei Prof. Blohm.

Mein Interesse an dem Janzen ist eine relativ einfach Sache. Es handelt sich immer wieder um ein intensives Braintraining, mit dem Kollateraleffekt grosser innerer Zufriedenheit. Das immer wiederkehrende Manko, dass die irgendwann gewonnene Erkenntnis nach einer gewissen Zeit, wie weggeblasen ist, kann nur durch stetiges „am Ball bleiben“ ausgeglichen werden. Die gute Zusammenarbeit zwischen den europäischen Partnern hat nicht nur grossen Spass gemacht, sondern erfüllt voll und ganz die Intention der Auftraggeber (ergo der EU).