Nexialisten

Im Alter von 16 Jahren bekam ich den Roman/Erzählband „Sterntagebücher“ des Physikers und Schriftstellers Stanislav Lem in die Hand. Im unendlichen Weltraum und in zukünftigen Zeiten , gab es ein große Anzahl an Wissenschaftlern und Spezialisten. Erkenntnis durch Grenzüberschreitung des fachlichen Wissens ist ein durchgängiges Thema im Sience Fiction.

Ein besonderes Buch war damals für mich E. A. van Vogt: Die Expedition der „Space Beagle“, ein  intergalaktischen Raumschiff. (The Voyage of the Space Beagle, 1950). – Heyne,
1992 -Bibliothek der Science Fiction Literatur ; 83 – 3-453-05025-8 )
Während der Expedition des Forschungsraumschiffs „Space Beagle“ stößt ihre Mannschafft immer
wieder auf die fremdartigsten Lebensformen. Die Auseinandersetzung mit diesen aggressiven, aber
nicht per se feindlichen Lebensformen wird jedes Mal ein Kampf auf Leben und Tod.
Schlüsselbedeutung kommt dabei Elliott Grosvenor zu, der als Nexialist die Brücke zwischen den
einzelnen Wissenschaftsdisziplinen herstellt und so die gefährlichen Krisen meistern kann. Ein Wissenschaftler dessen Spezialgebiet es war, keines zu besitzen.
Seine Aufgabe war es, die einzelnen Forschungsergebnisse und Resultate in neue Sinnzusammenhänge zu bringen-, eben interdisziplinär. So entwickelte er neue Anschauungssysteme und nur durch ihn konnten die wirklich großen Probleme gelöst werden.- Eine Forschungsfahrt besonderer Art, die um Klassen gefährlicher ist als die von Charles Darwins „Beagle“.
Dieser Gedanke des Nexialisten begleitet mich bis heute in meiner künstlerischen und kunstpädagogischen Arbeit.
Der Ausdruck Nexus (lateinisch: Verbindung, Gefüge, aber auch Nabe) bezeichnet:
allgemein: Zusammenhang, Verbindung (Quelle:Wikipedia)