2. Treffen, Ergebnisprotokoll

Gemeinsam lernen in Europa
GRUNDTVIG-Projekt:
Lernen wie Pippi Langstrumpf-Interdisziplinäre System-Bildung für das Lernen von Erwachsenen

in der Abbaye de Neumünster (www.ccrn.lu) in Luxemburg am 23. bis 25. Januar 2009luxemburg1

Freitag 23.Januar:
13:00    Uhr    Treffpunkt in der Abbaye de Neumünster
15:00        Führung vom „Wenzel Weg“, ein kulturhistorischer Rundgang durch die ältesten Viertel der Stadt Luxemburg
19:00        Abendessen

Samstag 24.Januar:
9:00 – 13:00    Arbeit im Plenum im Tagungsraum der Abbaye
1.) Bericht der Lernpartner über die Auswirkungen der Partnerschaft auf die jeweilige Praxis vor Ort.
Die Aufgabe der « Tournesols » ist es, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Aktivitäten zu konfrontieren die auf das Selbst bezogen sind.
Ihre Fachgebiete sind : Musik in Bewegung, Tanz-Theater, zeitgenössischer Tanz und Kinästhetik.luxemburg2
Die Bewegung als Erfahrung vebindet die Fachgebiete und ist signifikant für die Arbeit der « Tournesols ».
Ein neues Konzept wurde im Auftrag vom Erziehungs- und Familienministerium Luxemburgs erarbeitet.
Ziel ist es, mit Hilfe von künstlerisch – ästhetischen Aktivitäten Jugendlichen zu helfen, sich neu zu orientieren
Barbara Feldhoff und Carole Moris stellen das neue Projekt vor.
Die Bemühungen gegenüber dieser Zielgruppe sollen eine Veränderungen ihres Verhaltens und ihrer Vorstellungen erreichen
Die Teilnehmer befinden sich in einer Phase, wo sie noch keine konkrete Ideen haben, wie sie mit ihrer Zukunft umgehen sollen. luxemburg3
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Dieser Ist-Zustand der Jugendlichen soll in diesem Projekt erfolgreich verändert werden, indem jeder für sich eine Idee, wie er mit seiner Zukunft umgehen will, entwickeln kann.

Diskussion :
Begriff Utopie :
Es ist wichtig zu sehen, dass die Utopiefähigkeit des Klientels ein wichtiger Baustein ist.
Was sind die Lernzielformulierungen ? Was brauchen wir, um die Utopiefähigkeit der Jugendlichen zu stärken, damit sie ihre eigene Welt gestalten und  in der Gesellschaft  erfolgreich  aktiv und selbsttätig werden können ?
Menschen denken über Dinge nach, die sie verändern können.
Jeder Mensch hat eine Fähigkeit und Pädagogen können helfen, diese Fähigkeit hervorzuheben.
Dieses Projekt bietet den Teilnehmern einen geschützten Raum an, in dem sie ein Thema (z.b. Biographie) in unterschiedlichen Disziplinen erforschen können.
Ziel ist es das Gelernte ins Arbeitsleben zu transferieren.

Das Projekt stellt uns vor viele Fragen:
Welche Strategie brauchen wir, um diesen Transfer zu bekommen ?
Wie bereite wir Lernsituationen vor ? Welche Fragen formulieren wir?
Führt unser Herangehen an die Aufgabe zu einer Veränderung der Personen in Richtung zur Utopiefähigkeit ?
Wie erreichen wir sinnvolles Entfalten von eigenen Systemen, die kompatibel sind mit anderen ?

In diesem Projekt kann der Trägerverein „Les Tournesols“ für sich selbst eine Praxis entwickeln und schauen, wie er mit dem, was an theoretischem Material in Bezug zu der interdisziplinären System-Bildung vorliegt, in der Praxis umgehen kann.
Die Grundbegriffe, die zur Kennzeichnung der interdisziplinären System-Bildung dienen, werden also in Zukunft immer mehr eine gemeinsame Basis der Projektarbeit schaffen.

2.) Ideen und Skizzen zum Thema „Design eines Logos“ für das Projekt mit Auftrag an Markus Herschbach zur Endgestaltung des Logos.
3.) Erarbeitung einer projektbezogenen Literaturliste (wird demnächst auf der website zur Verfügung stehen).

4.) Diskussion über den Ausbau und Verbesserung der Projektevaluation.
13:00        Mittagessen
15:00        Führung „Centre de Ressources Rockhal“ mit Roger Hamen
Kennenlernen der vorhandenen Potentiale der Spezialisierungen mit dem Ziel, diese in der effektivsten Form dem jeweiligen fachfremden Partner zur Verfügung  zu stellen.

16:00-17:00    „Lernen durch Bewegung“ mit Doris Schneider
Doris Schneider ist Trainerin in Kinaesthetics.
Kinaesthetics ist Theorie und Praxis, durch welche die menschlichen Bewegungsquellen erkannt und Personen, Berufstätigen und Organisationen zugänglich gemacht werden, mit dem Ziel verbesserter Lebensqualität sowohl für jeden Einzelnen, als auch für Berufstätige und Organisationen.
17:00-20:30    „Veillée du contemporain“ mit Thierry Raymond, Psychomotoriker, Tänzer und Choregraph.
Thema : Menschen begegnen sich über die Bewegung.
Zielgruppe : Erwachsene mit unterschiedlichen Bewegungserfahrungen.
Die Erfahrung dieser Begegnung soll die Möglichkeit geben, sich auf die Bewegung einzulassen, und sich dabei zu spüren und wohl zu fühlen.
Was nehme ich wahr, was erfahre ich, welche Erkenntnisse mache ich und was macht das mit mir ?
Welche Bewegung finde ich ?
Musikalisch begleitet wird die Bewegung durch die Rhythmikerin Barbara Feldhoff, wo durch das Erleben vom Zusammenhang zwischen Musik und Bewegung die künstlerisch geprägte Identität der Rhythmik zum Vorschein kommt.
21:00        Abendessen

Sonntag 25.Januar:
9:00 – 19:00    Arbeit im Plenum im Tagungsraum der Abbaye
5.) Verarbeitung der Praxiseindrücke des Vortages:
feed-back zur véillée contemporaine am 24.01.2009, Rockhal im Rahmen des Treffens der Gruppe «  Lernen wie Pippi Langstrumpf… »:
o    Erweiterung des Horizonts
o    Verstärkung innerer Prozesse
o    erster Teil : Körperwahrnehmung, medizinische Sicht : Gesundheit
o    zweiter Teil : man kann einen Film drehen ohne Drehbuch : Improvisation – Unikat
o    sich auf Begegnungen einlassen
o    Neu-Wahrnehmung sinnlicher, emotionaler Ereignisse
o    Innigkeit, Achtsamkeit
o    Angstverlust : Vertrauen, Sicherheit
6.) Bisherige Resonanzen durch die website: www.Langstrumpf-system.de und neue Formen der Internetpräsenz.
7.) Weitere Erarbeitung von Fachbegriffen der interdisziplinären System-Bildung:
„Die sechs Tätigkeitsfelder als methodische Struktur“ und „Von der ganzheitlichen Begegnung mit dem Phänomen zum Lernziel konkrete Utopie“.
Tätigkeit als eine relative Einheit menschlichen Handelns.
Ein Tun, das Erkenntnis erschafft mit der Möglichkeit, Geist und Handlung der Hände (des Körpers) zusammenzubringen. (Wissenskonstruktion)

Die 6 Tätigkeitsfelder :
1.    Wahrnehmung des Materials über alle Sinne
2.    Erforschung im Sinne ästhetischer Fragestellung und Veränderung (Produktion von Formen)
3.    Entdeckung von Strukturen
4.    Spielen mit formal-wissenschaftlichen Strukturen
5.    freie Utopie
6.    Utopie
Der Anleiter soll diese Stufen in seiner Arbeit vorbereiten.

8.) Ausblick auf das Treffen in Frankreich:
o    Es soll ein Prototyp zum Thema „Unternehmungskommunikation“ hergestellt werden
o    Diskussion über die 6 Tätigkeitsfelder
o    Zwischenbericht
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